
Nach seiner Meinung gefragt, äußerte sich Bernd Brandes in der aktuellen Ausgabe der EuroHeat & Power zur Notwendigkeit der Überwachung von Hausanschlüssen.

Als Kunststoffmantelrohre bezeichnet man Verbundrohrsysteme, bestehend aus einem Stahl-Mediumrohr, einer Polyurethan-Hartschaumdämmung (PUR-Schaum) und einem Polyethylen-Mantelrohr. Diese Rohre werden als Stangen, Formteile wie Bögen, T-Stücke und Erdarmaturen in speziellen Fabriken gefertigt. Die Endfertigung zu einem Rohrleitungssystem erfolgt in Rohrgräben, in denen die Rohre später eingesandet werden. Die vorgefertigten Rohrkomponenten sind an den Enden ungedämmt, so dass sich die Stahlrohre verschweißen lassen. Die bauseitige Nachdämmung der Verbindungsstellen erfolgt in unterschiedlicher Muffen- und Schäumungstechnik. Hierzu werden vorgefertigte Mantelmuffen vor dem Verschweißen auf eine Rohrseite geschoben und anschließend über der Verbindungsstelle zentriert. Durch spezielle Schrumpf- und Klebetechniken erfolgt eine thermisch gesteuerte Abschrumpfung des Muffenrohres und Verklebung mit den Mantelrohren der Rohrelemente. Anschließend wird der noch leere Innenraum der Muffenverbindung mit PUR-Schaum gefüllt. Des Weiteren werden auch PE-Mantelmuffen im PE-Schweißverfahren mit den anschließenden Mantelrohren verbunden.
Da die Verbindungsstellen der Kunststoff-mantelrohre im Außenbereich hergestellt werden müssen, unterliegen sie Einflüssen der Witterung und der Baustelle, die die Qualität der Rohrverbindungen beeinflussen, d. h. im Wesent-lichen verschlechtern können. Die Erfahrungen von Netzbetreibern sowie von der Arbeits-Gemeinschaft-Fern-Wärme e. V. (AGFW e. V.) erhobene Statistiken belegen die Schadenshäufigkeit, die an den Rohrrverbindungen am höchsten ist. Jedoch entstehen auch Schäden mitten in Rohrbauteilen, an T-Stücken, Bögen, Z- und U-förmigen Dehnern sowie anderen Teilen erdverlegter Rohrnetze. Kunststoffmantelrohre unterliegen besonderen Anforderungen durch die Betriebsweise mit wechselnden Temperaturen und Lasten. Das erzeugt ständige Bewegungen der Rohre im Erdreich, die zu Verschleißerscheinungen führen. Kunststoffmantelrohre sind daher nicht wartungsfrei und bedürfen einer hoch wirksamen Überwachungstechnik, um mögliche Schäden im Frühstadium zu erkennen und beseitigen zu können. Das erfordert die Ortung von Feuchteeinflüssen in der PUR-Dämmung bevor sich Durchnässungen bilden und als Leckagen durch den Dämmschaum ausbreiten.
Immer wieder müssen Netzbetreiber die Erfahrung machen, dass erdverlegte Leitungsnetze bereits nach kurzer Betriebsdauer Schwächen offenbaren, die auf Mängel bei der Bauausführung zurück zu führen sind oder im Laufe der Jahre durch Dehnungsbewegungen verschleißen. BRANDES-Überwachungssysteme melden und orten alle Feuchten bereits im Entstehen und schützen so vor wirtschaftlichen Verlusten beim Netzbetrieb.
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