Fernkälteleitungen
Fernkälteleitungen sind ober- oder unterirdische Rohrleitungen, die eine zentral erzeugte Fernkälte, also Medien unter ca. 5 °C, zum Abnehmer transportieren.
Eine besondere Rolle spielt bei den Fernkälteleitungen die Wasserdampfdiffusion in das Dämmsystem. Um diese "Wasserdampfdiffusion" so weit wie technisch möglich und sinnvoll zu unterbinden, werden "Dampfbremsen" eingesetzt.
Unter Dampfbremsen versteht man eine Schicht, die eine Aufnahme von Feuchte infolge Wasserdampfdiffusion und feuchte Luftströmung im Dämmstoff vermindert.
Sie wird auf der "warmen" Seite des Dämmstoffes angebracht und muss sorgfältig verlegt oder aufgebracht und abgedichtet, verklebt oder verschweißt werden.
Als Alternative zu Dämmsystemen mit Dampfbremsen werden für Fernkälteleitungen auch diffusionsdichte Dämmstoffe oder Dämmstoffe mit hohem Diffusionswiderstand eingesetzt, wie zum Beispiel "Foamglas", "Armaflex" oder werkseitig mit PUR vorgedämmte Rohre mit PE-Mantel, verzinktem Stahlblechmantel oder Alublechmantel.
Unterirdische Fernkälteleitungen werden in den meisten Fällen mit vorisolierten Rohren erstellt. Dabei spielt das Verbund-Kunststoffmantelrohr, als direkt erdverlegtes und diffusionsdichtes Rohrsystem, die größte Rolle.
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