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Fernwärmerohre - Fernheizrohre

Zum Transport von Fernwärme über größere Entfernungen bedarf es eines komplexen Rohrsystems. Aus städtebaulichen Aspekten werden diese Rohrnetze meistens direkt in der Erde verlegt.

An die dabei eingesetzten Fernwärmerohre werden dabei hohe Anforderungen gestellt. Als Rohrsystem hat sich dafür das so genannte "Kunststoffmantelrohr" als werkseitig vorisoliertes Verbundrohr (KMR) hervorgetan, dessen Technik heute als sehr ausgereift bezeichnet werden kann.

Die Kunststoffmantelrohre bestehen aus einem mediumführenden Innenrohr (z.B. Stahl), einer Wärmedämmung (Polyurethan-Hartschaum) und dem äußeren Mantelrohr (aus Polyethylen).

Um Undichtigkeiten / Leckagen der mediumführenden Innenrohre, Undichtigkeiten der Mantelrohre oder durch äußere Beschädigungen hervorgerufene Schäden frühzeitig aufzudecken, werden die Rohre komplett mit einer "endlosen", drahtgebundenen Sensorik ausgerüstet. Diese ermöglicht eine permanente und lückenlose Überwachung des kompletten Rohrnetzes mit unmittelbarer Fehlermeldung.

Eine automatische Fehlerortung ist durch entsprechend vorgeschaltete Geräte möglich, wodurch gleichzeitig durch die Messergebnisse eine Schadensbeobachtung durchgeführt werden kann Die Kunststoffmantelrohre werden werkseitig vorgefertigt und kommen als vorisolierte Baueinheiten zur Baustelle, wo sie entsprechend des Trassenverlaufes im Rohrgraben verlegt werden. Neben dem Kunststoffmantelrohr stehen noch andere Rohr- und Dämmsysteme zur Verteilung der Fernwärme zur Verfügung.

Die Unterschiedlichkeit der dabei eingesetzten Materialien (z.B. Polyethylen für die Außenummantelung, Stahl für das Innenrohr, Polyurethan-Hartschaum für die Wärmedämmung) und Sensorik, die Vielzahl an Rohrtypen und die damit verbundene Vielfalt an Herstellern mögen verwirrend anmuten. Sie hat aber für die Güte der Überwachungssysteme von BRANDES keine negativen Konsequenzen, da diese mit allen gängigen Rohrtypen, Dämmsystemen und Rohrsystemen funktionieren.

Dies gilt für doppelwandige Rohre, gedämmte Rohre mit Faserdämmung (wie Glas-/Stein- oder sonstige Mineralwolle), Armaflex, Foamglas, Stahlmantelrohre SMR oder GfK-laminierte Rohre ebenso wie für die Kunststoffmantelrohre mit polymeren Mediumrohren (PMR).

Zur Überwachung dieser Rohr- und Dämmsysteme hat BRANDES bereits Anfang der 70-iger Jahre ein Überwachungssystem etabliert, das laufend weiter entwickelt wurde und als "BRANDES-System" auch unter dem Begriff Widerstands-Ortungs-Verfahren weltweit bekannt ist.

BRANDES hat selbst zur Entwicklung der Technik auch von Fernwärmerohren mehrfach beigetragen. 1969 wurden Isolierflanschen für Fernwärmerohre erfunden, die die Wassersäule im Rohr über eine definierte Streckenlänge isolieren. 1971 wurde das erste "Leck-Meldesystem" für schaumisolierte Fernwärmerohre vorgestellt. 1975 folgte die einsteckbare Isolierhülse für Fernwärmerohre mit doppelter Isolation für die Flanschschrauben.

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